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Eintracht Frankfurt: Was bei der Eintracht hoffen lässt – und was besser werden muss

Nach nur zwei Spieltagen macht die Fußball-Bundesliga schon Länderspielpause. Zeit für ein erstes Fazit aus Eintracht-Sicht: Was läuft gut für die neue Mannschaft in der neuen Saison, wo gibt es noch Defizite?
Was nun? Eintracht-Trainer Niko Kovac hat nun ein paar Tage Zeit, um sich über die künftige Strategie Gedanken zu machen. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Was nun? Eintracht-Trainer Niko Kovac hat nun ein paar Tage Zeit, um sich über die künftige Strategie Gedanken zu machen.
Frankfurt. 

Das hat in den ersten beiden Spielen der Frankfurter Eintracht Hoffnung gemacht:

 Die Spielanlage Dafür, dass sowohl beim ersten Bundesligaspiel in Freiburg als auch beim Heimauftakt gegen den VfL Wolfsburg gleich sechs Neuzugänge in der ersten Elf standen, die Startformation also zu mehr als der Hälfte aus Spielern bestand, die erst seit wenigen Wochen oder gar Tagen in Frankfurt sind, wurde die Spielidee von Trainer Niko Kovac schon gut umgesetzt. Das System mit einer Dreierkette in der Vorwärtsbewegung, die im defensiven Umschaltspiel zu einer Fünferkette wird, hat sowohl in Freiburg als auch gegen die Wölfe am vergangenen Samstag über weite Strecken funktioniert. Man hatte beide Gegner über 90 Minuten unter Kontrolle.

 

Bilderstrecke Einzelkritik: So haben sich die Eintracht-Spieler gegen Wolfsburg geschlagen
Mit einem 0:1 gegen den VfL Wolfsburg missglückte die Heimpremiere der Eintracht. Unser Sportredakteur Klaus Veit hat die Spieler in der Einzelkritik bewertet.Sebastien Haller: Der neue Stürmer im Dienste der Eintracht war wie schon im Freiburg-Spiel enorm präsent. Hatte aber wieder Pech mit Aluminum.

Die Defensivarbeit Eintracht-Keeper Lukas Hradecky musste bislang nur einmal hinter sich greifen. Und auch ansonsten hatte der Finne im Tor der Frankfurter bislang noch nicht allzu viel zu tun. Denn die Abwehr stand in den meisten Fällen gut. Neben dem Tor hatte Wolfsburg am Samstag eigentlich nur zwei halbwegs gefährliche Torszenen. Mehr hat die Frankfurter Defensive nicht zugelassen. Wenn sie aber etwas zuließ, dann versagte sie zuletzt im Kollektiv. Dem Siegtreffer des VfL gingen gleich drei individuelle Fehler voraus. Aber diese passieren ja in ihrer Form bekanntlich selten ein zweites Mal.

 

  Die Chancen sind da Mit teils sehr ansehnlichen Spielzügen haben sich die Frankfurter in beiden Partien eine Vielzahl an Chancen erarbeitet. Und Trainer Kovac wird nicht müde zu betonen, dass er froh ist, dass sein Team sich die Möglichkeiten herausspielt. Viel schlimmer wäre es, wenn man Spiele verliert, in denen man kaum eigene Torchancen hatte.

Der Frankfurter Coach wird die Länderspielpause unter anderem nutzen, um am Torabschluss zu arbeiten. Auch, wenn er bereits am Samstag davon überzeugt war, „dass wir die Möglichkeiten künftig besser nutzen werden“.

Dieser grundsätzliche Optimismus des Trainers wird dazu beitragen, dass bis zum nächsten Pflichtspiel aller Ärger über die mangelhafte Torausbeute bei seinem Team verflogen sein wird und die Spieler mit neuem Selbstvertrauen antreten können.

Daran muss in der Pause gearbeitet werden:

 

  Die Zentrale Wie bereits erwähnt, funktionierte das neu zusammengestellte Team im Allgemeinen schon recht gut. Einige Neuzugänge konnten bislang allerdings noch nicht das zeigen, was von ihnen erwartet beziehungsweise erhofft wird. Und diese sind allesamt in der Zentrale zu Hause.

Bilderstrecke Eintracht im Pech: 0:1 gegen den VfL Wolfsburg
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Da wäre zum einen Gelson Fernandes. Der Sechser soll dem Spiel der Eintracht eigentlich Sicherheit und Stabilität verleihen. Bislang wirkte der Schweizer in der Mitte vor der Abwehr über weite Teile jedoch noch wie ein Fremdkörper. Und auch Jonathan de Guzman, der mit Fernandes im Mittelfeld die zentrale Achse bildet, ist noch ein gutes Stück weg von der Qualität, die er in der Vorbereitung aufblitzen ließ. Der aktuell größte Unsicherheitsfaktor in der defensiven Mitte ist allerdings Simon Falette. Der Innenverteidiger hatte einige leichte Ballverluste und Stockfehler im Repertoire. Zudem ist er mit schlechtem Stellungsspiel aufgefallen.

 

  Die Einwechslungen zündeten nicht In der vergangenen Saison bewies Kovac ein ums andere Mal mit seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen. Nicht selten waren die Joker an Toren beteiligt. Das hat in der aktuellen Spielzeit noch nicht einmal ansatzweise funktioniert. Sowohl Danny da Costa als auch Taleb Tawatha und Branimir Hrgota wirkten nach ihren Einwechslungen am Samstag etwas unglücklich und fanden keinen richtigen Anschluss ans Spiel. Vor allem die Einwechslungen von Tawatha und da Costa hinterfragte manch ein Zuschauer auf ihre Sinnhaftigkeit bei einem Rückstand. Da Costa stand Timothy Chandler auf der rechten Seite manchmal mehr im Weg, als dass er nach vorne unterstützte. Da hätte Kovac mutiger sein und eine Offensivkraft wie beispielsweise Luka Jovic bringen müssen.

 

  Die Chancenverwertung Natürlich ist es auf der einen Seite gut, wenn sich eine Mannschaft aus eigener Kraft viele Torchancen erarbeitet. Nur bringt das alles nichts, wenn am Ende nichts Zählbares herausspringt. Insgesamt elf „Hundertprozentige“ vergab die Eintracht an den vergangenen beiden Wochenenden. Viel zu viel für eine Bundesligamannschaft. Und es war nicht nur Pech, das einen Torerfolg verhinderte. Vielmehr mangelte es an Präzision und teils Konzentration.

 

Noch offene Fragen:

 

  Was ist mit Max Besuschkow? Der Mittelfeldspieler fiel in der Vorbereitung positiv auf. Auch Trainer Kovac lobte ihn nach dem Testspiel gegen den italienischen Erstligisten Benevento in höchsten Tönen. Doch in der Bundesliga spielte der 20-Jährige unter ihm bislang noch gar keine Rolle. Er stand bei keinem der Spiele im Aufgebot. Er wäre aber eine denkbare Alternative für Fernandes.

 

  Werden noch Spieler abgegeben? Der Eintracht-Kader ist mit 36 Spielern sehr breit bestückt. 14 Neuzugängen stehen neun Abgänge gegenüber. Manch ein Spieler auf der Gehaltsliste hat ganz offensichtlich keine Zukunft mehr am Main. Yanni Regäsel zum Beispiel. Ihm wurde sogar nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Bislang hat der Rechtsverteidiger aber keinen gefunden. Am Donnerstagabend schließt das Transferfenster.

 

  Wie ist die Erwartungshaltung der Fans? Beim Heimauftakt gegen Wolfsburg waren die Fans über 90 Minuten eine Bank, die Frankfurter Arena ein lauter Hexenkessel. Mit Abpfiff fing aber auch der Eintracht-Anhang an zu pfeifen. Die Spieler bekamen für die vielen ausgelassenen Chancen und die somit unnötige Niederlage von den Fans die Quittung. Es lässt sich darüber streiten, ob solch eine heftige Reaktion am zweiten Spieltag schon gerechtfertigt ist. Vermutlich hängt die Erwartungshaltung bei den Fans höher als es die Realität erlaubt.

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